Die Geschichte der Littmann Stethoskope auf einen Blick

1963 Dr. David Littmann (1906-1981), bekannter Kardiologe, Professor an der Harvard Medical School, Forscher und Erfinder, patentierte ein revolutionäres neues Stethoskop mit großartiger, verbesserter Akustik.

1967 3M erwirbt Dr. Littmanns Unternehmen, die Cardiosonics Inc., und verkauft die Stethoskope unter ihrem Markennamen. Dr. Littmann führt seine Arbeit als Berater von 3M weiter fort.

1987 Das 3M™ Littmann® Master Cardiology Stethoskop wird eingeführt - mit einem einmaligen Design: ein patentiertes einseitiges Bruststück für eine Akustik in Topqualität.

1990 Das 3M™ Littmann® Master Classic Stethostoskop wird eingeführt, mit einem einseitigen Bruststück für allgemeine Untersuchungen.

1992 25-jähriges Bestehen von 3M™, die Modelle Littmann Master Black Edition und Master Gold Edition sind erhältlich.

1994 Einführung des 3M™ Littmann® Cardiology II S.E. Stethoskops

1995 Einführung des 3M™ Littmann® Select und des 3M™ Littmann® Master Classic II Stethoskops

1996 Einführung des 3M™ Littmann® Classic II S.E. Stethoskops

1997 Einführung des 3M™ Littmann® Cardiology III Stethoskops

1999 Einführung des 3M™ Littmann® Elektronisches Stethoskop Modell 2000

2001 Einführung des 3M™ Littmann® Elektronisches Stethoskop Modell 4100

2002 Einführung des 3M™ Littmann® Crdiology STC Stethoskops

2003 Einführung des 3M™ Littmann® Lightweight II S.E. Stethoskops

 

Entwickelt wurde das erste Stethoskop im Jahre 1816 von René Théophile Hyacinthe Laënnec in Frankreich. Da er nicht, wie damals üblich, sein Ohr direkt auf die Brust eines Patienten legen wollte, verwendete er eine Papierrolle als Hörrohr. Nachdem er festgestellt hatte, dass er so nicht schlechter, sondern sogar besser hörte, trieb er die Entwicklung des Stethoskops, zunächst in Form des hölzernen Hörrohres, voran.

1843 entwicklete George P. Camman das erste flexible stereofone Stethoskop, mit dem Töne gleichzeitig mit beiden Ohren gehört werden konnten. Ab 1855 wurden Cammanns Stethoskope mit einem Bruststück aus Ebenholz und einem elastischen Schlauch hergestellt, der aus Drahtspiralen bestand, die mit in elastischem Gummi eingetauchten Lagen Seide überzogen wurden. Die Ohroliven wurden aus Elfenbein gefertigt.

1890 wurde das Original Camman Stethoskop mit einer Stahlfeder zwischen den metallenen Ohrbügeln weiterentwickelt. Einige andere unwesentliche Weiterentwicklungen wurden an den Stethoskopen vorgenommen, bis Dr. Littmann, ein Professor der Harvard Medical School, in den frühen 60er Jahren ein neues Stethoskop mit einer erheblich verbesserten Akustik entwickelte.

Dr. Littmann war ein ausgezeichneter Kardiologe und eine international anerkannte Autorität in Elektrokardiographie. 1961 beschrieb Dr. Littmann sein „ideales“ Stethoskop in der November-Ausgabe des Journals „AMA“. Das Gerät besaß ein „offenes Bruststück für die Einschätzung tiefer Töne, ein geschlossenes Bruststück mit einer festen Plastikmembran, um tiefe Töne auszufiltern, einen festen Schlauch mit einem einzigen Lumenloch, die kürzesten Allgemeinlänge, eine Feder mit präziser Spannung, um die Ohrbügel auseinander zu halten, und das leicht und angenehm zu bedienen ist.“ Dr. Littmanns Beschreibung seiner Version ist das, was heute eine „Kombination“ oder „zweiseitiges Bruststück-“Stethoskop genannt wird... eine derzeitige bedeutende Weiterentwicklung in der Stethoskop-Technologie. Das aktuelle 3M™ Littmann® Classic II S.E. Stethoskop, ein sehr beliebtes 3M Produkt, repräsentiert viele ähnliche Merkmale, die man in Dr. Littmanns Originalentwurf gefunden hat.

Am 1. April 1967 erwarb 3M die Cardiosonics Inc., ein kleines Unternehmen, in Cambridge, Massachusetts. Dr. Littmann war der Gründer und gemeinsam mit seinem Partner, Gus Machlup, medizinischer Direktor des Unternehmens. Damals beinhaltete die Stethoskop-Produktlinie zwei Schlüsselmodelle, ein Stethoskop für Ärzte und ein Stethoskop für Krankenschwestern.

Um 1970 war die Produktlinie für Ärzte, das „Kombinationsstethoskop“, auf zehn Modelle angestiegen... ein Federgewicht aus rostfreiem Stahl und Aluminium, mit goldüberzogenem Bruststücken und Bruststücken in Kindergrößen. Die Schlauchfarben waren nach wie vor auf grau und schwarz begrenzt, aber es gab sie in zwei Längen 22 und 28 inches = 55,8 und 71,12 Zentimeter.

Am Ende einer vier- oder fünfjährigen Produktentwicklung waren sechs Stethoskop-Produktgattungen und insgesamt 40 Modelle erhältlich. In den späten 70er Jahre wurde das 3M™ Littmann® Cardiology Stethoskop „geboren“. Es wurde anhand Befragungen der 50 weltweit führenden Kardiologen entwickelt, die gebeten wurden, 3M bei der Entwicklung des „ultimativen Stethoskopes“ zu helfen. Das „Traum-Stethoskop eines Kardiologen“, wie es genannt wurde, hatte ein revolutionäres Doppelschlauch-in-einem-Schlauch-System, neue weichere Ohroliven und einen tieferen dunkleren Trichter zur Steigerung der Resonanz tiefer Frequenzen.

Über die Jahre hinweg wurde die Produkt-Optimierung fortgeführt. 1987 führte 3M das 3M™ Littmann® Master Cardiology Stethoskop als sein neues Topmodell ein. Dieses Stethoskop, das von 3M-Ingenieur Tom Packard erfunden wurde, repräsentiert einen Quantensprung in Technologie und Aussehen von Stethoskopen seit der Entwicklung des Stethoskop für Ärzte durch Dr. Littmann in den frühen 60er Jahren.

Das Littmann Master Cardiology Stethoskop ist ein einzigartiges Stethoskop mit einseitigem Bruststück, das mit einer einstellbaren Membran aus der 3M Technologie ausgestattet ist. Im Gegensatz zu konventionellen Stethoskopen mit zweiseitigen oder „kombinierten“ Bruststücken, ist das Littmann Master Cardiology Stethoskop imstande, durch wechselnden Druck auf das Bruststück hohe und tiefe Frequenzbereiche zu erfassen.

1999 führte 3M das 3M™ Littmann® Elektronische Stethoskop Modell E2000, 2001 das 3M™ Littmann® Elektronische Stethoskop Modell E4100 ein. Mit einer hochmodernen Verstärkungs- und Filterungssystematik im ergonomischen Design sind die elektronischen Modelle außergewöhnliche Instrumente für eine hoch entwickelte Auskultation. Beides - eine ausgezeichnete Akustik und verbesserte Deutlichkeit - machen normale und schwierige Geräusche leichter hörbar. Die elektronischen Stethoskope sind speziell dafür entwickelt worden, schwer hörbare Herz- und andere Körpergeräusche zu erfassen. Der Brustkopf beherbergt die innovative Technologie der elektronischen Stethoskope, inklusive Mikrofon und rauscharmem Verstärker, der eine 14- (E2000) bis 18-fache Verstärkung (E4100) im Vergleich zu den modernsten konventionellen Littmann Stethoskopen bietet.

2003 führte 3M das 3M™ Littmann® Lightweight II S.E. Stethoskop ein. Das Stethoskop ersetzte das 3M™ Littmann® Lightweight Stethoskop. Es wurde als ein Stethoskop für die allgemeine Anwendung mit einer verbesserten Ausstattung entwickelt, das eine verlässliche Akustik für einfache Blutdruckmessungen und Einschätzung bestimmter ärztlicher Untersuchungen bietet.

2004 führte 3M die 3M™ Littmann® Ausbildungs-CDs ein, die computer-gestützte Auskultations-Lernmöglichkeiten bieten. „Eine Einführung in Herzgeräusche“ und „Lungengeräusche erkennen lernen“ sind multimediale Software-Programme, die Texte, Hörbeispiele und visualisierte Beispiele von Schwingungsverläufen der am häufigsten vorkommenden normalen und abnormalen Herz- und Lungengeräuschen aufzeigen.

Heute werden Littmann Stethoskope weltweit verwendet. Eine große Auswahl an beiden Ausführungen - an traditionellen und an einseitigen Bruststücken mit einstellbarer Membran - ist erhältlich, für praktisch jede Auskultationserfordernis. Die Annehmlichkeiten der Littmann Stethoskope für Ärzte und Patienten sind Kälteschutzringe, patentierte 3M™ Littmann® fest-aufsteckbare, weiche abschottende Ohroliven, anatomisch korrekt sitzende Ohrbügel, exzellente Garantieansprüche und Serviceprogramme und ein zeitgemäßes Schlauchfarben-Angebot. Die Leistungsstandards für Stethoskope, Tonübertragung, Effizienz und Komfort für Träger und Patient haben von Rene Laennecs gerolltem Papier einen langen Weg hinter sich. Körpergeräusche mit den heutigen akustisch hoch entwickelten Stethoskopen zu hören und deren Bedeutung zu interpretieren ist wirklich eine Kunst, die in den Händen geschulter Fachmänner und Fachfrauen der Medizin liegt.